Experimentieren und freies Gestalten

Kinder kommen täglich mit naturwissenschaftlichen Phänomenen in Berührung. Sie wollen Dingen auf den Grund gehen und nehmen Erklärungen und Deutungen mit großem Interesse auf. Kindgerecht durchgeführte Experimente wecken die Neugierde der Kinder und schaffen Bezüge zu ihrer Lebenswelt. Weiterhin erfassen die Kinder durch Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Fühlen chemische und physikalische Prozesse. Im Umgang mit unterschiedlichen Materialien sammelt das einzelne Kind Erfahrungen und gewinnt dadurch an Selbstwertgefühl. Wir lassen den Kindern viel Raum für Experimente und Fantasie. Aus diesem Grunde bringen die Kinder selten genormte Bastelprodukte mit nach Hause.

So kann es sein, dass ein Kind beim Töpfern so mit den elementaren Erfahrungen, die der feuchte Ton vermittelt, beschäftigt ist, dass es beim Ausprobieren bleibt und – aus Sicht der Erwachsenen – kein Endprodukt entsteht. Das bedeutet, dass bei den Kindern immer die Tätigkeit im Vordergrund steht und nicht das perfekte Ergebnis. Erst wenn ein Kind genügend über die Eigenart des Tons erfahren und experimentiert hat, entsteht z.B. eine Schale oder ein Tier.

Grundvoraussetzung für das kreative Tun der Kinder ist auch eine ruhige und gelöste Atmosphäre in der Gruppe bzw. Kleingruppe. Durch geschickte Planung der Arbeit und durch einen flexiblen Umgang mit den unterschiedlichen Materialien wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, sich auszuprobieren.