Bildungs- und Erziehungsarbeit
in unserer Kita
Wir
sehen unseren Auftrag darin, die Erziehung und Bildung
der Familie zu ergänzen und zu unterstützen
mit dem Ziel, jedem Kind bei der Bewältigung
seiner jetzigen und zukünftigen Lebenssituation
zu helfen. Dieses gelingt, wenn ein Kind sich frühzeitig
als eigenständige und entscheidungsfähige
Person fühlen kann.
Daher
geben wir den Kindern Zeit und Raum, Entscheidungen
selbständig zu treffen, eigene Ideen zu entwickeln
und zu verwirklichen. Grundvoraussetzung einer positiven
Persönlichkeitsentwicklung ist es für uns,
dass Kinder sich sicher und geborgen fühlen und
eine angenehme Atmosphäre durch ein vertrauensvolles
miteinander herrscht.
Unsere
Kindertageseinrichtung gibt jedem Kind gleich welcher
Nationalität, ohne Ausgrenzung von körperlichen,
seelischen oder geistigen Beeinträchtigungen
und ohne Ausgrenzung von materiellen familiären
Rahmenbedingungen die Chance, miteinander aufzuwachsen.
"Der
Begriff Bildung umfasst nicht nur die Aneignung von
Wissen und Fertigkeiten. Vielmehr geht es in gleichem
Maße darum, Kinder in allen ihnen möglichen,
insbesondere in den sensorischen, motorischen, emotionalen,
ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen
Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern
und herauszufordern. Diese Entwicklung von Selbstbewusstsein,
Eigenständigkeit und Identität ist Grundlage
jedes Bildungsprozesses." (Bildungsvereinbarung
NRW 2003, S.6)
Bildungsdokumentation
Mit
dem Betreuungsvertrag, der zur Aufnahme eines Kindes
abgeschlossen wird, vereinbaren die Erziehungsberechtigten
mit der Kindertageseinrichtung St. Margareta die Erstellung
einer Bildungsdokumentation. Als Grundlage hierfür
dient die "Wahrnehmende Beobachtung", die
in der Bildungsvereinbarung NRW gefordert ist. "Die
Grundlage für eine zielgerichtete Bildungsarbeit
ist die beobachtende Wahrnehmung des Kindes, gerichtet
auf seine Möglichkeiten und auf die individuelle
Vielfalt seiner Handlungen, Vorstellungen, Ideen,
Werke, Problemlösungen u.ä." (Bildungsvereinbarung
NRW 2003, S. 7)
Die
beobachtende Wahrnehmung „ist ein professionelles
Instrument, das die Erzieherin täglich nutzen
kann, um sich den Bildungsprozessen der Kinder anzunähern.
Dies gilt nicht nur zu bestimmten Zeiten – z.
B. der Eingewöhnung oder des Übergangs in
die Grundschule – oder für besondere Aufgabenstellungen.
Es soll der Erzieherin ermöglichen, ihre professionellen
Bemühungen besser auf die Kinder abzustimmen,
mit denen sie jeden Tag zu tun hat." (Handbuch
Beobachtung und Dokumentation in der Praxis 2005,
S. 16)
In
einer internen Fortbildung mit externer Beratung wurden
im Kita-Jahr 2004/2005 alle Mitarbeiterinnen unserer
Kindertageseinrichtung geschult, so dass alle die
Befähigung der wahrnehmenden Beobachtung nach
dem "Leuvener Modell" haben. Beobachtungen
finden in regelmäßigen Abständen statt.
Dieses
Beobachtungssystem basiert auf den Schlüsselelementen
"Engagiertheit" und "Wohlbefinden"
und berücksichtigt vornehmlich, was in Kindern
selbst vorgeht. Die Ergebnisse dieser Beobachtungen
werden im Kleinteam regelmäßig zusammengetragen.
Damit haben wir die Möglichkeit, differenzierte
Kenntnisse über die Bildungsprozesse der Kinder
zu erhalten, sie angemessen zu begleiten und zu unterstützen. |