BISC - Angebote bei Lese- und Rechtschreibschwäche

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder schon lange vor Schuleintritt auf spielerische Weise Basisfertigkeiten entwickeln, die ihnen dann den Lese- und Rechtschreibprozess in der Grundschule erleichtern. Zu den Vorläuferfähigkeiten gehören z.B. Kritzelbriefe, die Kinder ihren Eltern schreiben oder das Wieder erkennen von bestimmten Schriftbildern (Polizei, Post u.ä.)

Weiterhin belegen wissenschaftliche Untersuchungen, dass das phonologische Bewusstsein bei Kindern die wichtige Rolle beim Erwerb des Lese- und Schreiblehrgangs ist. Kinder benötigen die Fähigkeit, einzelne lautliche Elemente der Sprache zu unterscheiden und zu identifizieren (z.B. "Au" in Auto). Kinder müssen Reimwörter erkennen und ein Wort in Silben zerlegen können.

Wenn man diese Fähigkeiten bei Kindern im Vorschulalter untersucht, haben die Ergebnisse eine hohe Vorhersagekraft auf den späteren Lese-Rechtschreib-Erfolg. Aus diesem Grund sind die Wurzeln der Lese- und Rechtschreibstörungen schon vor Eintritt in die Schule zu suchen. 8- 15 % aller eingeschulten Kinder sind von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten betroffen, insbesondere bei Jungen ist ein deutlich höheres Risiko zu erkennen.

Die Universität Bielefeld hat mit Dr. Manhaupt u.a. ein Sreeningverfahren, das BISC (Bielefelder Screening) entwickelt, mit dem Kinder 10 Monate vor der Einschulung auf eine mögliche Lese- und Rechtschreibschwäche getestet werden können. Darauf aufbauend wird das Förderprogramms der Universität Würzburg "Hören, Lauschen, Lernen" (HLL) angewendet. Durch die Ausbildung als BISC-Moderatorin und HLL-Anwenderinnen haben wir die Möglichkeit, diese Angebote in unserer Kindertageseinrichtung zu machen.


BISC und HLL sind ein wichtiges Qualitätsmerkmal unserer Einrichtung, mit dem wir einen wichtigen präventiven Beitrag für die Bildung unserer Kinder leisten.